DANKE!

27.062 Menschen haben mir ihre Stimme gegeben – das sind 5,1 % mehr Erststimmen für die GAL als 2005. Dafür möchte ich allen Wählerinnen und Wählern herzlich danken!

Danken möchte ich aber auch denjenigen, die dieses Ergebnis durch ihren aufopferungsvollen Einsatz erst möglich gemacht haben – allen voran der GAL Hamburg-Mitte, die mit 16,9 % der Stimmen ihr bestes Ergebnis in einer Bundestagswahl und mit 1,3 % den größten Zuwachs unter den Hamburger Grünen geholt hat.

Kommentare

  1. Christian W.

    Trotzdem hast Du es nicht, wie Deine Parteifreundin Krista, geschafft, der SPD das Mandat abzuringen, um Deinen schwarzen Freunden den Weg ins Parlament zu ebnen. Ich hoffe, die SPD kämpft weiter für eine tolerante und soziale Gesellschaft… gegen alle CDU/GAL-EwigGestern-Lifestyle-Koalitionen. Danke, liebe Bündnisgrünen, für 4 Jahre Schwarz-Gelb. So Farid, jetzt ab ins Rathaus. NPD-Verbote aufhalten.

  2. Karl-Heinz Karch

    Vor der Wahl ist in Grünen Kreisen viel über Sinn und Unsinn eines engagierten Erststimmenwahlkampfes diskutiert worden.

    Nun kann man den Einsatz mal mit den realen Ergebnissen von gestern vergleichen, denn:

    „The proof of the pudding is the eating!“

    Es gibt nach wie vor nur einen Grünen Wahlkreisgewinner – Hans-Christian Ströbele, aber hier erst mal die prozentualen Ergebnisse der Wahlkreise mit prominenten Grünen DirektkandidatInnen:

    Stuttgart I
    Steffen Kaufmann (CDU) 34,4 (-4.8)
    Ute Vogt(SPD) 18,0 (-20,6)
    Cem Özdemir (Grüne) 29,9 ( 19,5)

    Berlin Friedrichshain-Kreuzberg – Prenzlauer Berg-Ost
    Björn Böhning (SPD) 16,7 (-3.9)
    Vera Lenngsfeld (CDU) 11,6 ( 0,3)
    Halina Wawzyniak (Linke) 17,5 (-0,5)
    Christian Ströbele (Grüne) 46,8 ( 3,6)

    Hamburg-Eimsbüttel
    Rüdiger Kruse (CDU) 31.3 (-2,4)
    Danial Ilkahnipour (SPD) 23,8 (-21.2)
    Krista Sager (Grüne) 25.9 ( 13,4)
    (Linke) 9,0 ( 4,6)

    1. Fazit:
    Gegen schwache Sozis haben Grüne eine realistische Chance, denn der Abstand zum schwarzen Sieger ist nur noch 5 – 6 %

    In Hamburg haben wir in allen Wahlkreisen bei den Erststimmen und den Zweitstimmen (ausser in Altona) prozentual zugelegt:

    Zweitstimmen:
    Hamburg 15,6 ( 0,7)

    Mitte 16,9 ( 1,3)
    Altona 18,8 (0,0)
    Eimsbüttel 18,4 ( 0,4)
    Nord 16,3 ( 0,6)
    Wandsbek 11,8 ( 0,3)
    Bergedorf-Harburg 11,6 ( 0,9)

    Erststimmen:
    Hamburg 14,5 ( 5,4)

    Mitte 16,5 ( 5,1)
    Altona 13,7 ( 2,2)
    Eimsbüttel 25,9 ( 13,4)
    Nord 13,1 ( 3,4)
    Wandsbek 9,4 ( 4,3)
    Bergedorf-Harburg 8,3 ( 3,7)

    2. Fazit:
    In keinem der Wahlkreise hat das Aufstellen präsentabler DirektkandidatInnen dem Zweitstimmenergebnis in irgendeiner Weise „geschadet“. Viel mehr ist es wohl so, dass ein guter und aktiver Erststimmenwahlkampf auch das Zweitstimmenergebnis „mit hochgezogen“ hat.

    3. Fazit:
    Das gute Landesergebnis wird vor allem durch die überdurchschnittlichen Ergebnisse in Bergedorf-Harburg und Mitte bestimmt. Der Einsatz von Manuel Sarrazin und Farid Müller hat sich gelohnt!

    Johannes Kahrs (SPD), der „Titelverteidiger“ im Wahlkreis 19 (HH-Mitte), ist auf der Verliererstraße: er hat 15,0 % Erststimmen und 13,9 % Zweitstimmen verloren. Damit steht er schlechter da als die SPD im Hamburger Landesdurchschnitt: Erststimmen -13,9 %, Zweitstimmen -11,3 %.

    Ingo Egloff, der Hamburger SPD-Landesvorsitzende, der den Ex-Bürgermeister Ortwin Runde bei der Kandidatenkür weggebissen hatte, hat in Wandsbek ein ähnlich schlechtes Ergebnis wie Kahrs eingefahren: -14,8 % Erst-, -11,5 % Zweitstimmen.

    4. Fazit:
    Das „System Kahrs“ ist nicht gut für die SPD. Die rechten Sozen (im Besonderen!) haben gehörig auf die Mütze bekommen.

    Schlaglichter im WK 19:

    Die CDU hat im WK 19 1,1 % Erst- und 0,5 % Zweitstimmen verloren. Die Linke legte bei Erst- 7,1 % und Zweitstimmen 5,9 %. Die GAL plus 5,1 % Erst- und 1,3 % Zweitstimmen.

    Wenn man sich die Zweitstimmenergebnisse im WK 19 genauer ansieht, ist festzustellen, dass die Grünen Verluste vor allem „auf hohem Niveau“ in unseren Hochburgen stattfanden:
    Altstadt -3,2 %
    Hammerbrook -3,7 %
    St. Georg -3,0 %
    St. Pauli -4,0 %
    Veddel – 1,0 %
    Überall dort hat die Linke 6 – 10 % mehr geholt!

    In den „benachteiltigten Stadtteilen“ waren unsere Verluste nur gering, oder es gab sogar leichte Zugewinne:
    Billstedt -0,3 %
    Dulsberg -0,3 %
    Finkenwerder -0,3 %
    Hamm-Süd -0,3%
    Horn 0,4 %
    Rothenburgsort 1,2 %

  3. Jan

    Lieber Christian,
    ich kann Deinen Frust über das schlechte Abschneiden Deiner SPD verstehen, aber dafür die Schuld den GRÜNEN oder gar Farid zu geben, dass kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Das jetzt schwarz-gelb regieren wird, liegt doch wohl nicht an dem guten Abschneiden der GRÜNEN sondern an dem schlechten Ergebnis der SPD. Auch ich hoffe, dass es der SPD bei der nächsten Wahl wieder gelingen wird ihre traditionellen Wähler an die Urne zu holen, dann haben die 3 Oppositionsparteien (SPD, GRÜNE, LINKE) bei der nächsten Wahl eine sehr gute Chance, die jetzt gewählte Regierung wieder abzulösen. Also lasst uns gemeinsam in der Opposition für eine sozialer, gerechtere und ökologischer Gesellschaft kämpfen, jeder mit seinen eigenen politischen Schwerpunkten.
    Was das Wahlergebnis in Eimsbüttel angeht: Die SPD ist dort nach ihrem Zweitstimmen die stärkste Partei geworden, hätte die SPD Nils Annen aufgestellt (statt Ilkhanipour) wäre es ein leichtes gewesen diesen Wahlkreis zu halten. Welche Folge hat das für das Ergebnis der SPD in Hamburg? Statt Ilkhanipor wird jetzt zum ersten Mal eine Kandidatin von der SPD-Landesliste nach Berlin gehen: Aydan Özuguz. Wenn das „Schuld“ von Christa Sager oder den GRÜNEN ist, ich glaube mit der „Schuld“ können die leben.

  4. Jojo

    Also liebe Herren, man kann es sich auch schönreden. 33 Zweitstimmen mehr als 2005 finde ich ziemlich enttäuschend, ich hätte mir für die Grünen im Wahlkreis 19 mehr gewünscht.

  5. Holger

    Lieber Jojo,

    lieber 33 Stimmen gewinnen, als wie die SPD in Mitte 28.338 Stimmen verlieren…
    Außerdem darf man nicht vergessen, dass es bei dieser Wahl in Hamburg nur 883.649 Stimmen gab, also 70.504 (!) Wählerinnen und Wähler weniger als 2005. Wer also Stimmen dazugewinnt, obwohl 6,4 % weniger Menschen zur Wahl gegangen sind, gewinnt gegen den Trend!!

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