Lesben, Schwule und Transgender

Stolperstein: Hinweise auf Bauunfall statt gezielter Zerstörung

Jasper Holtmann
Jasper Holtmann

In den letzten Tagen verdichten sie sich die Hinweise, dass die von mir öffentlich gemachte Zerstörung eines Stolperstein für ein schwules NS-Opfer vor der der Justizvollzugsanstalt (JVA) Fuhlsbüttel Ursache eines
Bauunfalls ist.Mir liegt eine Mail eines Mitarbeiters der JVA Fuhlsbüttel vor, der mich darüber informierte, dass es Ende März genau an der Stelle der Stolpersteine eine Baustelle war. Nach Abschluss der Bauarbeiten wäre dann der Stolperstein kaputt gewesen. Da er täglich diesen Weg am Suhrenkamp zur seiner Arbeitsstelle geht, ist ihm dies aufgefallen. Der zweite Hinweis, der mich nach der Veröffentlichung in der Mopo und beim Hamburg Journal erreichte, kam von einem Journalisten, bei dem sich eine Zeugin gemeldet hatte, die den Hergang des Bauunfalls sogar beobachtet haben soll.

Ich bin natürlich echt erleichtert, denn zwei unabhängige Hinweise in die gleiche Richtung lassen die Version eines Bauunfalls wahrscheinlich sein. Da die Baufirma ja vom Bezirksamt Nord beauftragt wurde, sehe ich den Bezirk hier auch in der Pflicht sich Gedanken um eine Reparatur des beschädigten Stolpersteins zu machen.

Und um es gleich an dieser Stelle auch zu sagen: Ich bin sehr froh, dass die oben genannten Hinweise auf eine andere Ursache der Zerstörung hindeuten, als ich zunächst vermutete. Aber, diese Hinweise sind eben auch erst gekommen, als ich an die Öffentlichkeit gegangen bin und es Berichte über diese Zerstörung gab. Deshalb informiere ich auch auf diesen Weg , über diese neue Entwicklung. Vor dem Hintergrund, dass die Zerstörung der anderen drei Stolpersteine schwule Opfer traf (und hier sich im Nachhinein niemand meldete, um eine andere Ursache der Zerstörung zu melden), war die Vermutung begründet, dass es sich hier um gezielte Attacken handeln könne.

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