2016-04-29 Einweihung Transstelle MHCEin toller Erfolg für die roten-grünen Regierungsfraktionen.  Auf unsere Initiative hin wurde heute eine Netzwerkstelle für die Beratung transgeschlechtlich lebender Menschen im Magnus-Hirschfeld-Centrum  in Hamburg eröffnet. Zusammen mit Senatorin Katharina Fegebank und meiner Kollegin Annkathrin Kammeyer war ich vor Ort.

Die neue Beratungsstelle ist angesiedelt im Magnus-Hirschfeld-Centrum (MHC), das in den vergangenen Jahren zunehmend zu einem zentralen Anlaufpunkt dieser Menschen geworden ist. Die Stelle schließt  nicht nur eine Beratungslücke, sondern wird auch die Möglichkeit verstärkter Netzwerk- und Koordinierungsarbeit bieten. Transgeschlechtlich lebende Menschen haben im Alltag oft mit Ausgrenzung, Diskriminierung und Benachteiligung zu kämpfen.

 Ich bin wirklich froh, dass Hamburg als zweite Metropole nach Berlin eine professionelle Beratung für transgeschlechtliche Menschen anbietet. Viele transgeschlechtlich lebende Menschen leiden unter Mobbing im Beruf und im Alltag. Wir wollen ihnen in Hamburg helfen, ihren Lebensweg einfacher und sorgenfreier zu gehen. Mit der neuen Beratungsstelle im MHC haben wir damit den richtigen Rahmen geschaffen um Betroffene professionell zu unterstützen und mehr gesellschaftliche Akzeptanz zu schaffen.

 

 

 

Kommentare

  1. Brigitte Brehm

    Lieber Farid Müller,
    als Vorstandsmitglied des VLSP (Verband für Lesbische, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Untersexuelle und Queere Menschen in der Psychologie) freue ich mich natürlich sehr, daß es in Hamburg eine offizielle Förderung der Beratung für Trans*Personen gibt. Da wir uns als psychologische Fachkräfte in den letzten Jahren vermehrt auch für die Belange von Trans*Menschen einsetzen ist dieser Schritt von unserer Seite nur zu begrüßen und zu unterstützen, da uns immer wieder Anfragen von Trans*Personen erreichen, die fachkompetente Unterstützung suchen.
    Ich bin nur etwas verwundert, daß das vom Senat unterstützte Angebot im MHC angesiedelt ist. Das MHC verfügt natürlich über langjährige Beratungserfahrung und ist vor allem sehr gut vernetzt und speziell in Hamburg allgemein anerkannt.
    Was ich dabei sehr schade finde, ist, daß explizite Trans*Beratungsstellen bei dieser Kooperation aussen vor bleiben. Um so mehr, als das MHC zwar über Erfahrungen in der Schwulen- und Lesben-Beratung verfügt, allerdings damit nicht automatisch auch die nötige fachliche und beraterische Expertise hat um in der gleichen bekannt guten Qualität auch Trans*Beratung anbieten zu können. – Zumal diese von anderen Stellen durch kompetente Psychologen bereits seit längerem angeboten wird – z.B. durch die Trans*Beratung Nord (Hamburg)
    Leider riecht für mich daher diese Kooperation ein wenig nach Lobbyismus des MHC was ich angesichts dieses wichtigen Themas etwas schade finde.

    Ich würde mich sehr über eine Rückmeldung freuen und verbleibe
    mit freundlichen Grüßen

    Brigitte Brehm
    (Mitglied des Vorstandes des VLSP)

  2. farid

    Liebe Brigitte Brehm,

    die Bürgerschaft hat diese Netzwerk- und Beratungsstelle angeschoben, die Vergabe dieser Dienstleistung erfolgt von der Gleichstellungsbehörde. Da wir im Parlamentsbeschluss allerdings, wie Sie auch, die bisherige Arbeit des Magnus-Hirschfeld-Centrum (MHC) für transgeschlechtlich lebende Hamburgerinnen und Hamburger lobend erwähnt haben, überrascht uns die Wahl des MHC seitens des Senats jetzt zumindest nicht negativ. Diese Netzwerk- und Beratungsstelle soll eben genau nicht allein vor sich hinarbeiten, sondern sich konzeptionell in das vorhandenen Beratungsspektrum einbetten. Natürlich hätte man auch diese Dienstleistung ausschreiben können, bei dem hier in Rede stehenden eingesetzten Mittel war das gesetzlich nicht notwendig. Auch die Tatsache, dass das MHC hier seit Jahren bereits ehrenamtlich die Runden Tische für Hamburg veranstaltet, ist für mich ein Indiz, dass eine Netzwerkstelle hier richtig angesiedelt ist.
    Mich würde an dieser Stelle aber auch interessieren, von wem diese Trans*Beratung Nord denn angeboten wird und wer diese finanziert und was genau das Angebot darstellt? Ich würde mich dann ggfs. natürlich dafür einsetzen, dass es hier zu einer Zusammenarbeit kommt und das Ganze konzeptionell eingebunden wird. Mit herzlichen Grüßen aus dem Rathaus, Farid Müller

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