winternotprogramm-2016

Am 1. November ist das Winternotprogramm (WNP) wieder im Münzviertel gestartet. Dieses Programm ist als Erfrierungsschutz in den Wintermonaten in diesem Jahr von 880 auf 1.040 Plätze erhöht worden. Es ist bewusst niedrigschwellig und anonym gehalten und soll keinen Ersatz für eine Öffentliche Unterbringung sein.

Um den zusätzlichen Bedarf an Tagesaufenthaltsplätzen auch an den Wochenenden zu gewährleisten, wird auch in diesem Winter, wie bereits im Vorjahr, eine Einrichtung mit mindestens 100 zusätzlichen Tagesaufenthaltsplätzen am Wochenende vorgesehen sein.

Die Platzzahl in der Krankenstube wurde bereits aufgestockt und es wurden zusätzlichen Betten zur Nachversorgung von TBC-Erkrankten geschaffen. Im Rahmen des WNP stehen ausreichende und bei Bedarf auch spezialisierte Beratungsangebote zur Verfügung, um eine medizinische Versorgung zu gewährleisten. In allen Standorten des WNP stehen zudem ausreichend Duschen zur Verfügung. So beträgt zum Beispiel in den staatlichen WNP-Standorten das Verhältnis rund eine Dusche zu acht Nutzern/-innen, bei den Kirchengemeinden sogar eins zu eins beziehungsweise eine Dusche zu zwei Nutzern/-innen.

Uns Grünen ist wichtig, dass das Winternotprogramm leicht zugänglich bleibt und wir nicht nach Herkunft differenzieren. Darum ist es richtig, dass die Sozialbehörde den vielen Osteuropäerinnen und Osteuropäern, die mit falschen Versprechen nach Hamburg gelockt werden, stärker beratend zur Seite steht. Diejenigen, die bereits hier sind und Schutz brauchen, sollen nicht auf der Straße stehen. Alle Menschen, die keinen Platz in einer dauerhaften Unterkunft haben, sollen im Winternotprogramm Schutz vor dem Erfrieren finden. Das Winternotprogramm bleibt für alle da. Unser Ziel ist, möglichst viele Betroffene im Anschluss in die Öffentliche Unterkunft zu vermitteln.

 

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