Stadtentwicklungspolitik Umweltpolitik

Einigung für Hamburgs Grün

Es waren lange und intensive Verhandlungen, aber jetzt konnten wir uns mit der SPD und mit der Volksinitiative „Hamburgs Grün erhalten“ auf einen Kompromiss verständigen, der Hamburgs Grün stärkt und uns gleichzeitig viele Optionen in der Stadtentwicklung offen lässt.

Die Volksinitiative wird deshalb ihr Volksabstimmungsverfahren beenden und einen Volksentscheid wird es nicht geben. Insgesamt wurden  zwanzig konkreten Punkte vereinbart, die eine nachhaltige Stadt- und Wirtschaftsentwicklung bei besonderer Rücksicht auf Grünflächen beinhalten. Denn klar ist auch: Wir haben in Hamburg einen Wohnungsmangel und müssen weiter bauen, damit alle geeigneten und bezahlbaren Wohnraum finden.

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Eine der Maßnahmen ist der Schutz von ca. ein Drittel der Fläche unserer Stadt. 10 Prozent wollen wir langfristig unter Naturschutz stellen – mehr als in jedem anderen Bundesland. Der Anteil der Landschaftsschutzgebiete wird auf mindestens 18,9 Prozent gehalten und die Flächen des Biotopverbundes werden auf 23,2 Prozent der Fläche festgesetzt. Es wird zukünftig eine Plus-Minus-Rechnung sein: sobald wir eine dieser Flächen bebauen, schaffen wir an anderer Stelle eine neue.

Zudem kümmern wir uns mit dem Anlegen von Blühwiesen um die Pflege der Natur und stellen zehn neue Naturranger ein, die naturnahe Wäldern pflegen sollen. Insgesamt geben wir ab 2021 dafür zusätzliche fünf Millionen Euro aus, vorher 500.000 Euro (2019) und 2,5 Millionen Euro (2020). Hier der zugehörige Bürgerschaftsantrag zu „Hamburgs Grün erhalten“.

Insgesamt ist es eine Einigung, die allen Seiten weiterhilft. Alexander Porschke, Vorsitzender des NABU Hamburg, meint: „Bundesweit schlägt Hamburg als erste Großstadt einen richtungsweisenden Weg ein, mit dem eine Verbindung zwischen Grünerhalt und Siedlungsentwicklung tatsächlich möglich ist. Die Stadtnatur wird ökologisch aufgewertet, Artenvielfalt und Lebensqualität bleiben erhalten. Gleichzeitig haben wir uns auf eine Flexibilität beim Flächenschutz geeinigt. So bleibt Raum für die Stadt sich zu entwickeln – mit Augenmaß.“

1 Kommentar Neues Kommentar hinzufügen

  1. Birgit sagt:

    Hallo Farid,
    wenn ich mir die Fachkarte für „Hamburgs Grün Vernetzen“ anschaue,
    fehlt Finkenwerder fast vollständig mit dem Gebiet der Alten Süderelbe und Mühlenberger Loch.
    Diese Gebiete gehören doch zum Grünen Gürtel und kämpfen ständig um ihre Daseinsberechtigung, oder gehören diese Gebiete nicht in die Vereinbarung?

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