Kahrs immer vergesslicher

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Wie dpa (siehe MoPo) meldet, leidet Johannes Kahrs offenbar unter akuter Vergesslichkeit. Unter der Überschrift: „Abgeordnete verheimlichen Kontakte zur Rüstungslobby“ wird berichtet, dass er seine Mitgliedschaft im Präsidium des „Förderkreis Deutsches Heer“ FKH trotz Veröffentlichungspflicht gegenüber dem Bundestag nicht angegeben habe.

Obwohl Kahrs zunächst ausführte, die Angaben seien nicht veröffentlichungspflichtig, hat er sie inzwischen nachgemeldet.

Im Führungsgremium des „Förderkreis Deutsches Heer“ sollen auch Rüstungslobbyisten vertreten sein. Nach Auskunft von LobbyControl seien in den Vereinen auch Firmen, die sich Aufträge von der Bundeswehr erhoffen.

Offenbar hat Kahrs die Übersicht verloren, in welchen mildtätigen und karitativen Organisationen er aktiv ist. Ob er zu den Präsidiumssitzungen des „Förderkreis Deutsches Heer“ auch Kuchen mitbringt?

weiterführender Artikel:

Hamburger Abendblatt vom 16.06.2006: „Rüstungsfirma spendet an Kahrs“

Kommentare

  1. GrüßevonRheinmetall

    …und das, nachdem Kahrs Kreisverband zigtausend Euro von der Rüstungsindustrie bekommen hat. Wer hat übrigens die tausende Wahlplakate finanziert?

  2. Name

    …. Kriegsschiffe wurden doch immer in Kiel gebaut.
    Was hat eigentlich HH MITTE von der Lobby-Arbeit des Herren Kahrs ? Ist die SPD in HH-MITTE so schwach, dass sie keinen sozialerern und integeren Kandidaten findet, der sich auch für den Wahlkreis interessiert?

  3. mikehamburg

    Wahrscheinlich ging Kahrs davon aus, dass ihn eh alle mit der Rüstungsindustrie – ging ja zuvor durch die Presse – in Verbindung bringen, und deswegen eine Pflicht zur Veröffentlichung entfiele …

  4. Meiky

    Zum Herrn Kahrs braucht man jetzt nicht mehr viel sagen,
    Förderkreis Deutsches Heer spricht für sich, ein klein wenig auf deren homepage umgucken reicht.
    Mitglied des Präsidiums! Widerlich! So jemanden will ich nicht im Bundestag haben, so jemand vertritt mich nicht!

  5. Karl-Heinz Karch

    Das sich die Sozen darüber ärgern, dass Farid Müller ihren „Vorturner“ Johannes Kahrs auf eigenem Terrain zum „Duell um Berlin“ herausfordert, dass ist ja menschlich verständlich.

    Aber dass Falco Drossmann sich dann in seiner Epistel über den „König David Farid“ als Comedian versucht, dass ist wirklich nur noch lächerlich und keineswegs lustig. Und dass er Farid vorhält, nach der Wahl nicht mehr in Horn gewesen zu sein, ist schlichtweg eine Unwahrheit!

  6. Frank

    Der Kommentar von Falko Drossmann spricht für sich. Offensichtlich hat Kahrs inzwischen solche Angst vor seinem Konkurrenten, dass er seine Leute hier pesten lässt.
    Auch wenn Drossmann Gift und Galle spuckt, die Fakten kann er dadurch weder ändern noch von ihnen ablenken:
    Kahrs‘ Verquickung mit der Rüstungsindustrie ist allgemein bekannt und kann nicht ernsthaft bestritten werden.
    Als Wähler in Hamburg Mitte frage ich mich: Welchen Grund kann es geben, Kahrs zu wählen?
    Da ich aber weiß, wie sehr Farid Müller sich um die Menschen in seinem Wahlkreis kümmert (und zwar nicht nur zu Zeiten des Wahlkampfes), fallen mir eine Reihe Grüne ein, Farid Müller zu wählen. Ich gehe davon aus, dass wir mit ihm einen Abgeordneten in Berlin hätten, von dem auch seine Wählerinnen und Wähler etwas hätten, da er tatsächlich deren Interessen vertreten würde, wohingegen ich das bei Kahrs bisher noch nicht wahrnehmen konnte.

  7. CorinnaHH

    Peinlich, peinlich – vor allem, wie der Kahrs-Jünger Drossmann reagiert. Da scheint der Farid Müller ja ins Schwarze getroffen zu haben. Mehr hat das Kahrs-Lager nicht drauf? Unwahrheiten und Beleidigungen rausposaunen? Zusammen mit der Causa an sich – habt ihr euch mal die Seite des Förderkreises Deutsches Heer angeschaut ?!? – kann ich mich Meikys Urteil nur anschließen: ich möchte von so einem Mann wie Kahrs nicht im Bundestag vertreten werden. Solche Leute tragen zum schlechten Ruf des Politikers maßgeblich bei.

  8. Moinmoin

    Grüne sind vergesslich: Erst schicken sie junge Männer und Frauen in gefährliche Einsätze in alle Welt von Jugoslawien bis Afghanistan. Danach wollen sie mit ihnen aber nichts mehr zu tun haben. Was, es gibt Firmen, die unsere Soldaten mit Ausrüstung für ihre Aufgaben ausrüsten? Igittigitt!
    Hallo Herr Müller, sie haben wohl keinen eigenen Sohn oder eine eigene Tochter in einen Auslandseinsatz geschickt?

  9. farid

    Liebe/r Unbekannte/r,

    wie man als Landtagsabgeordneter und zukünftiger Bundestagsabgeordneter zum laufenden Afghanistaneinsatz steht hat wirklich nun gar nichts damit zu tun, wie Bundestagsabgeordnete ihre Mitgliedschaften in Lobbyvereinen transparent machen.

    Vor ein paar Wochen war ich zu einer Diskussion in die Bundeswehr Universität mit angehenden Offizieren eingeladen und ich habe mich da eindeutig geäußert, dass ich zu dem Beschluß meiner damaligen Bundestagsfraktion zum Einsatz in Afganisthan stehe. Eine andere Frage ist, wie heute die Situation – 8 Jahre später – zu bewerten ist.

    Meiner Meinung nach kann dieser Krieg nicht allein militärisch gewonnen werden. Deswegen setze ich mich für mehr ziviles Engagement ein, der sogenannte „Krieg gegen den Terror“ allein wird nicht zu einer dauerhaften Lösung für die Menschen in Afghanistan führen.

    Ich finde es daher an dieser Stelle geschmacklos, mir persönlich insofern Scheinheiligkeit zu unterstellen, dass das Streben nach mehr Transparenz bei den Aktivitäten der Bundestagsabgeordneten im Gegensatz zu angeblichen mangelnden Unterstützung der kämpfende Truppe vor Ort steht. Denn eine gute Ausrüstung der Soldaten, bedarf auch einer von Lobbyinteressen freien Beschaffungspolitik.

    Ihr
    Farid Müller

  10. Cherno Bühl

    Hallo Moinmoin ..
    aber warum sorgt Herr Kahrs dann auch noch dafür dass die Bundeswehr Drohnen anschafft, die teurer aber dafür schechter sind, als die, die der Verteidigungsausschuss ursprünglich beschaffen wollte.. ..

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