http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de

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Im Streit um die Kürzungen beim Schauspielhaus sind Lösungen gefragt.

Das erste Opfer einer Verschärfung des Konflikts wäre das Schauspielhaus selbst. Deswegen gilt es abzurüsten und sich zusammenzusetzen.

Bei allem Verständnis für die aufkochenden Emotionen: Wem das Schauspielhaus am Herzen liegt, der muss sich überlegen, welche Folgen ein lange Auseinandersetzung für dieses Theater hätte. Das erste Opfer wäre nämlich dessen Ruf als lebendige, leistungsfähige, originelle Bühne.

Deswegen halte ich rein gar nichts davon, wenn Jürgen Flimm zum Indentandenboykott aufruft. Denn gerade die Führungslosigkeit schadet dem Schauspielhaus am meisten, weil die Cheflobbyistin bzw. der Cheflobbyist des Hauses fehlt. Deswegen hat die GAL auch dafür gesorgt, dass Pläne einer gemeinsamen Führung von Thalia und Schauspielhaus schnell wieder in der Versenkung verschwinden.

Was wir wirklich brauchen, sind Lösungen. Die Kulturtaxe kann ein wichtiger Teil einer solchen Lösung sein. Weitere Ideen müssen hinzukommen. Das ist ein Prozess, in dem es nicht hilft, aufeinander los zu gehen, sondern von der Situation, wie sie nun einmal ist, (Kürzungsvorschlag hier, Totalablehnung da) etwas machen, dass unserem gemeinsamen Ziel dient: Nämlich das Schauspielhaus finanziell zu stabilisieren und so schnell, wie es geht, Klarheit schaffen.

Deswegen gilt es jetzt: Miteinander reden, Emotionen runter (auch wenn´s schwer fällt), Vorwürfe über Bord und ran an die Arbeit. Dann ist diese Krise für das Schauspielhaus eine echte Chance.

taz-Artikel: „Wir brauchen eine Strategie“

Kommentare

  1. Sören Fenner

    Abrüsten kommt nach aufrüsten. Aber wer hat denn hier gegen wen aufgerüstet?

    Die GAL muss sich fragen lassen, ob sie von der CDU nicht in eine strategische Falle gelockt wurde. Erst setzt sie sich für eine Hamburger Kulturbehörde ein, dann setzt ihnen die CDU einen – naja, sagen wir mal „sehr speziellen“ Menschen als Behördenchef vor die Nase. Und die GAL muss jetzt stillhalten und mitmachen.

    Und Indentand wird übrigens Intendant geschrieben. Kommt nicht von Tand, sondern mit der Intention. Freud’sch?

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