Schaukasten U-Bahn Hammer Kirche

Hochbahn muss sensibler mit Stadtteilinteressen umgehen!

Die Hammer Bürger kämpfen um einen im Stadtteil beliebten Glasvitrinenkasten in der U-Bahnhaltestelle Hammer Kirche, den die Hochbahn abreißen will.Der Vitrinenschaukasten wurde bisher von den  Gemeinden Herz Jesu (katholisch) und der Dreifaltigkeitgemeinde (evangelisch) im Stadtteil gemeinsam benutzt und war damit auch Ausdruck einer funktionierende Ökumene. Inzwischen haben sich neben den beiden Gemeinden auch Bürger aus dem Stadtteil zu einer Initiative „Hammer Vitrinenkreis“ zusammengefunden, um gegen den drohenden Abriss zu kämpfen.

Offener Brief Schaukasten

Offener Brief Schaukasten

Die Hochbahn hatte nun den Vertrag mit den Gemeinden gekündigt und will diesen Vitrinenschaukasten abreißen lassen, um den U-Bahnsteig neu gestalten zu können. Trotz zahlreicher Proteste aus dem Stadtteil bleibt die Hochbahn bei ihrem Abrissplan, nun haben sich Hammer Bürger an mich um Hilfe gewandt, denn die Hochbahn ist eine stadteigene Gesellschaft.

Ich habe mich entschlossen, eine Kleine Anfrage an den Senat zu richten, um zu erfahren, was genau die Gründe für den Abriss sind. Und, ob es vor dem Hintergrund des engagierten Kampfes der Hammer Bürger nicht doch noch eine Alternative zum Abriss gibt. Die Hochbahn muss sensibler mit Stadtteilinteressen umgehen.

Die Vitrinenschaukästen stehen für eine schöne Tradition in den Haltestellen des HVVs, deshalb sollen sie erhalten bleiben. Sie geben den Fahrgästen ein gewohntes Gefühl zu ihrem Stadtteil und erhöhen somit auch eine gefühlte Sicherheit auf dem Bahnsteig.

Tod einer Vitrine

Tod einer Vitrine

Dass dieser Schaukasten auch noch ein Symbol für eine gelungene Ökumene in Hamburg darstellt, hebt den Vorgang in ein anderes Licht.

Kleine Anfrage an den Senat

Kommentare

  1. Clamor v. Trotha

    Hallo Farid,

    es ist gut, dass Du für diesen Schaukasten im U-Bahnhof Hammer Kirche kämpfst.
    Die Kirche spielt in unserem Stadtteil eine wichtige integrative Rolle und der Schaukasten war und ist eine „Institution“ auf dem Bahnhof und im Stadtteil, um Öffentlichkeit zu schaffen und gleichzeitig wichtige Anliegen, nicht nur religöser Art, zu transportieren und eine Nachdenklichkeit zu schaffen, die wichtig ist für unsere Gesellschaft.
    Es ist nicht hinnehmbar, dass nach und nach alle religösen Zeichen zugunsten des Kommerzes aus unserer Mitte berschwinden sollen.
    Daher bitte ich Dich, mit Deiner Kleinen Anfrage „am Ball“ zu bleiben und eine hoffentlich bald eingehende Antwort auch hier zu veröffentlichen!

    Viele Grüße
    C.v.Trotha

  2. Anja Steffens

    Sehr geehrter Herr Müller,

    im Namen des Vitrinenkreises möchte ich mich herzlich für Ihren Einsatz bedanken. Wir sind gespannt auf das Ergebnis Ihrer Kleinen Anfrage vom 14. Februar.

    Nach wie vor kämpfen wir um den Erhalt der Tradition, an der Haltestelle Hammer Kirche einen Denkanstoß für alle Passanten geben zu können – so wie wir es seit über 30 Jahren mit dieser Vitrine getan haben.

    Derzeit hoffen wir, dass es einen neuen, moderneren Schaukasten geben wird, damit wir unsere ehrenamtliche Arbeit, die weit über die Haltestelle hinaus Zuspruch erfahren hat, fortsetzen können.

    Es grüßt Sie
    der Vitrinenkreis Hammer Kirche

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