Schlechte Nachrichten zum Welt-AIDS-Tag 2012, das Robert-Koch-Institut meldet für Hamburg einen Anstieg der HIV-Neuinfektionen von 200 im letzten Jahr auf ca. 250 in 2012. Mit 25% ist das eine der höchsten Anstiegsraten der letzten Jahre, und zeigt, dass das Virus vielleicht aus den Medien verschwunden ist, aber nicht aus dem Blut der Menschen in dieser Stadt.

Besonders besorgniserregend bewerte ich die Zahl der geschätzten infizierten Hamburger: 1.100. Sie alle können, bei außer acht lassen von Safer Sex, das Virus ohne es zu wissen weitergeben.  Wie schlimm die Situation ist, zeigt auch die Zahl von 50 AIDS-Erkrankten, die bis zum Ausbruch der Krankheit nichts von Ihrer Infektion wussten. Bei Ihnen, ist eine Behandlung besonders schwierig in den Griff zu bekommen.

Wir Grüne hatten in unserer Regierungszeit diesen Trend der Hamburger, die sich nicht testen lassen, schon 2009 erkannt und die kostenlosen und/oder anonymen HIV-Testangebote verstärkt. Insbesondere beim schwulen Präventionsprojekt Hein&Fiete wurde das Angebot ausgebaut. Zusätzlich wurde ein weiterer Szene-Berater eingestellt, der Bars und Clubs dabei hilft, ihre Gäste beim Thema HIV-AIDS zu beraten.

Bei einer dramatischen Zunahme der gemeldeten Neuinfektionen von 25% müssen alle bisherigen Maßnahmen auf den Prüftisch und der SPD-Senat muss da schnell reagieren, wo es brennt. Denn jeder HIV-Infizierte, der nicht weiß, dass er krank ist, kann das Virus unwissentlich weiterverbreiten. Und bei Ausbruch der Krankheit sind diejenigen in einer lebensgefährlichen Situation, weil die Therapien hier nur schwer greifen.

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