Brokeback Mountain 2 - flickr.com

GAL/CDU Geburtstagsgeschenk….

Morgen feiern die beginnenden Lesbisch-Schwulen Filmtagen 20. Geburtstag. Die Koalition aus GAL und CDU hat diesem immer noch ehrenamtlich organisierten Hamburger Filmfest die Zuwendung von 25 auf 50.000€ in 2009/2010 verdoppelt, mehr Infos…

Diese erhöhte Zuwendung ist auch Ausdruck von Vertrauen ist in dieses bundesweit beachtete queere Filmfest. Mit den zusätzlichen Mitteln wird dem mit inzwischen ca. 14.000 Besuchern zweiterfolgreichsten Filmfestival in Hamburg auch eine Perspektive geboten. Erstmals wird es einen mit 5.000€ dotierten Jury-Filmpreis geben, der am 25.Oktober feierlich im Metropolis Kino am Steindamm verliehen wird. Damit setzt sich Hamburg auch vom Teddy der Berlinale ab, der bisher mit 3.000€ dotiert ist.

Darüber hinaus sollen die erhöhten Mittel auch für mehr deutsche Untertitel bei ausländischen Produktionen dienen sowie für mehr anreisende Filmemacher, die ein Festival nun mal auch ausmachen.

Nach 20 Jahren hat sich der schwul-lesbische/queere Filmmarkt erheblich verändert. In den meisten westlichen Metropolen finden heute solche Filmfeste statt. Längst haben sich die Filme mit queeren Inhalten aus der „Szene“ mit internationalen Stars auch für Heteros geöffnet. Auch Hollywood hat das Thema „Schwule, Lesben und Transgender“ entdeckt und macht aus vermeintlichem Kassengift endlich auch Kohle. Auch Oscars können für das „Kassengift“ jetzt gewonnen werden (zuletzt von Sean Penn für Harvey Milk).

Die Lesbisch-Schwulen Filmtage sind neben den westlichen Produktionen aber eben auch für Filme aus Ländern, in denen Homosexualität noch immer ein Tabu ist oder sogar strafrechtlich verfolgt wird, eine wichtige Plattform. Hier ist Hamburg im besten und engsten Sinne Tor zur Welt….

Hamburg als immer noch Filmstadt kann sich aus meiner Sicht jedenfalls mit diesem Filmfestival international profilieren.

Getrübt wird das Festival leider nur vom Hamburger Kinosterben, denn die Passage wird wohl in diesem Jahr das letzte Mal als Gastgeber fungieren. Hoffen wir, dass uns Hamburgern in den nächsten Jahren wenigstens das alte Streits Filmtheater am Jungfernstieg erhalten bleibt. Wer mag schon ständig in die Multiplexe gehen…..

Mehr Infos zu den Lesbisch-Schwule Filmtagen

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