Foto: Christoph Schmidt

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Heute Juli feiert das Rathaus auf Einladung des Senats 30 Jahre CSD. 30 Jahre CSD, dass sind 30 Jahre Kampf um gleiche Bürgerrechte und Akzeptang für lesbische Hamburgerinnen und schwule und Hamburger. Justiz- und Gleichtsellungssenator Dr. Till Steffen und Corny Littmann halten die Grußworte.

Die heutigen Christopher-Street-Day-Paraden  unterscheiden sich massiv vom Erscheinungsbild ihrer Vorgänger in den Achtzigern.

Damals kontrollierte und fotografierte noch der Verfassungsschutz diese Demonstration, heute beschützt die Hamburger Polizei die Parade. Es hat sich viel getan, zum CSD weht die Regenbogenfahne von Freitag bis Sonntag am Rathaus, Ehen und Eingetragene Lebensgemeinschaften sind im Hamburger Landesrecht (nicht im FDP/CDU-kontrollierten Bundesrecht) gleichgestellt.

Und doch profitieren nicht alle von dieser liberalen Entwicklung. Besonders die jungen Lesben und Schwulen leiden unter Gewalt und Mobbing an den Schulen. Die Dunkelziffer bezüglich homphober Überfälle beziffert die Hamburger Polizei mit 90 Prozent.

Grund genug, beim 30-jährigen Jubiläum der Bürgerrechtsbewegung zu feiern und gleichzeitig gegen Gewalt, Ausgrenzung im Job und Diskriminierung zu protestieren.

Senatspresseinfo zum CSD-Empfang 2010

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