Unterschriften sammeln U-Bahn St.Pauli

Nach monatelangen Verhandlungen mit Vattenfall und in der Rot-Grünen Koalition hat der Senat im Oktober entschieden, die Fernwärme als letzten Baustein des Volksentscheids aus 2014 von Vattenfall zurückzukaufen.Das Strom- und Gasnetz hat Hamburg bereits von Vattenfall zurückgekauft. Für die Fernwärme hatte der damals alleinregierende Erste Bürgermeister einen Kaufvertrag mit einem Mindestkaufpreis von 950 Mio.€ vereinbart. Die Entscheidung zum Rückkauf muss von Senat und Bürgerschaft bis zum 30. November 2018 erfolgen, sonst verfällt diese Rückkaufkaufoption.

Vorausgegangen waren Diskussionen um den Kaufpreis, weil ein Gutachten von Vattenfall und Stadt im Frühjahr nur noch einen Unternehmenswert von 650 Mio.€ ausmachte. Gleichzeitig hatte die Grün-geführte Behörde für Umwelt und Energie ein Konzept für eine Umstellung der kohlebasierten Fernwärme auf ein  erneuerbar basierte Wärmeproduktion entwickelt.

Vattenfall hatte trotz hohen Kaufpreises und angeblich niedrig berechneten Unternehmenswert kein Interesse die Fernwärme an die Stadt zu verkaufen. Weswegen sie auch versicherten, das Konzept mit erneuerbaren Energien umzusetzen, wenn Vattenfall Hauptgesellschafter bleibt. Damit war allen Beobachtern klar, dass die Fernwärme mehr als 650 Mio.€ Wert sein musste. Ein zweites von der Behörde für Umwelt und Energie sowie der Finanzbehörde in Auftrag gegebenes Gutachten bezifferte den Rückkaufwert des Unternehmens dann auf über 1 Mrd.€.

In gemeinsamen Gesprächen mit unserem Koalitionspartner ist dann die Entscheidung gefallen, erstens den verhandelt Rückkauf zu nutzen und zweitens die Kohlekraftwerke in Wedel und in Tiefstack alsbald abzuschalten und durch eine moderne erneuerbare Energiebasierte Fernwärme zu ersetzen. Dabei wird eine Zeitlang auch noch Gas eine Rolle spielen, welches aber erheblich weniger CO2 rausbläst als Kohle.

Unser Hamburg hat damit die Chance, als erste deutsche Großstadt die Wärmewende einzuleiten. Und gleichzeitig ist das Fernwärmenetz, wie vom Wähler entschieden, jetzt wieder in der Hand der Stadt.

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