Altstadt Gesundheitspolitik Hafencity Neustadt St. Pauli

Aufatmen: Landstromversorgung für Container- und Kreuzfahrtschiffe kommt

Im Oktober hat der rot-grüne Senat einen wichtigen Punkt aus dem Koalitionsvertrag noch auf den Weg gebracht, nämlich den Bau von Landstromanlagen für die Container- und Kreuzfahrtenschiffe im Hamburger Hafen.Das ist nicht nur eine gute Nachricht für die Stadtteile an der Elbe, sondern auch für die Einsparung von CO2 und Stickstoffdioxiden in der Hamburger Luft. Eine Landstromanlage gibt es schon, die für den Altonaer Kreuzfahrtterminal – mit der nicht zufrieden stellenden Situation, dass diese Landstromanlage kaum von Schiffen genutzt wird. Einerseits, weil bisher nur wenige auch Landstrom wegen fehlender Stecker nutzen können und andererseits, weil der Strom den Reedereien wegen der EEG-Umlage und der stundenweisen Preissteuerung der Netzagentur zu teuer ist.

Hamburg geht mit der Bereitstellung von insgesamt 75 Mio. € für den Bau von Landstromanlagen als Hafenstadt voran, und erhofft sich auch einen Bundeszuschuss für diese Investition in die Luftreinhaltung. Für den dritten Kreuzfahrtterminal Steinwerder wird jetzt auch eine Landstromlage auf den Weg gebracht, Altonaer hat ja schon und in der HafenCity gab es den Grundsatzbeschluss schon Baubeschluss zum Überseequartier 2017, jetzt wurden die Planungen konkretisiert und eben auch mit finanziellen Mitteln hinterlegt.

Neu ist aber nun, auch der Bau solcher Anlagen für Containerschiffe. Hier werden u.a. die Terminals Eurogate und Burchardkai ausgestattet. Hamburg wäre dann nach Los Angeles an der Pazifikküste einer der ersten Großhäfen, die für eine relevante Zahl von Containerschiffen eine solche Landstromversorgung vorsehen. Und weil LA hier schon Vorarbeit geleistet hat, sind eben inzwischen auch schon ca. ein Drittel der Containerschiffe mit einem „Stecker“ dafür ausgestattet.

Damit wir nicht in einen Klima- und Luftreinhalte-Dumping-Wettbewerb mit dem Hauptkonkurrenten Rotterdam geraten, hat die Bürgerschaft auf Vorschlag der Grünen- und SPD-Fraktion eine gemeinsame Erklärung mit dem Rotterdamer Stadtrat beschlossen, dass auch Rotterdam diesen Weg gehen soll und wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.