Allgemein Hamburg-Mitte News

Neue Rubrik: Hamburg-Mitte News

Durch Corona gehen seit Monaten viele Nachrichten unter, aber auch so passieren viele Dinge, die für Hamburgs Mitte wichtig und von Belang sind. Deshalb nun eine neue Post-Rubrik für Meldngen aus Haburg-Mitte.

Dies ist die erste Ausgabe der neuen Rubrik, die nun regelmäßig einmal im Monat über Neuigkeiten in Hamburg-Mitte informieren soll: die Hamburg-Mitte News.

Endlich: Bau von Landstromanlagen im Hafen beginnt

Im Oktober 2019 hat die Bürgerschaft auf Vorschlag des Senats die Finanzierung (75 Mio. Euro aus Bundesmitteln) zu Planung und Bau von Landstromanlagen im Hafen für Container- und Kreuzfahrtschiffe beschlossen. Nun kann nach erfolgreicher Ausschreibung und Vergabe endlich auch der Bau starten.  Davon werden gerade die elbseitigen Stadtteile St. Pauli, Neustadt, Altstadt und die Hafencity profitieren.

Alsterschiffahrt wird elektrisch und emissionsfrei

Seit dem 27. April sprudelt die Alsterfontäne wieder! Tolle Nachricht: die neue Pumpe verbraucht 20 weniger Energie als vorher.
Foto: HAMBURG WASSER

Auch auf Hamburgs zweiten Fluss soll der Ausstoß von Stockoxiden und CO2 gemindert werden. Hierzu startet die Umweltbehörde jetzt ein Förderprogramm, welches die Inhaber von Motorschiffen und Booten bei der Umrüstung oder dem Neukauf unterstützt. Auch das hilft der Luft in anliegenden Stadtteilen, insbesondere der Innenstadt/Neustadt und St.Georg.

Hamburg bekommt wieder Stadtwerke, die jetzt Energiewerke heißen

Foto: Hamburger Energiewerke

Anfang 2000 hat Hamburg seine HEW an Vattenvall verkauft. Viele Jahre später, hatten die Hamburger*innen in einem Volksentscheid für den Rückkauf der Leitungen gestimmt. Dann dauerte es noch einige Jahre, bis tatsächlich die Leitungen in städtischer Hand waren. In unserem Grünen                                                                                Regierungsprogramm haben wir dann vorgeschlagen, Hamburg Energie und Hamburg Wärme in einem Unternehmen zu bündeln. Dem hat auch die SPD im Koalitionsvertrag zugestimmt. Und jetzt zum Start ins Jahr 2022 wird es endlich Realität. Gut so!

Stadt fördert kreative Zwischennutzungen in leerstehenden Läden

Warum nicht dauerhaft: Sommergärten auf dem alten Wall (Foto: Julia Offen)

Seit Juli 2021 fördert die Stadt mit neun Mio. Euro die Vermietung von leerstehenden Läden an Kreative. Das Programm lief gut an, auch weil durch die Pandemie und dem Ladensterben einfach mehr Fläche ungenutzt bleibt. Zu Ende 2021 wurden weitere vier PopUp-Stores von Kreativschaffenden eröffnet am Alten Wall neben dem Rathaus eröffnet.

Endlich: U3 Bauarbeiten enden im März 

U-Bahn Tunnel

13 Monate soll diese Sanierung der U-Bahnhaltestellen Rödingsmarkt, Rathaus und Mönckebergstraße (Mö) dauern. Die Haltestellen Rathaus und Mö werden nun endlich mit Fahrstühlen und Markierungen barrierefrei und die über hundert Jahre alten U-Bahnschächte sind wieder top. Eine gute Nachricht für Hamburg-Mitte und alle Hamburger*innen!

Bau der Kunst-Denkmals an der Stadtthausbrücke verzögert sich

Seit Monaten wird an dem Kunst-Denkmal Stigma an der Stadthausbrücke gebaut. Geplant ist eine Art Blutlache im Bürgersteig integriert, denn hier war der Hauptsitz der Gestapo, in deren Kellern “Geständnisse” erfoltert wurden.

Bild: © missing icons

Die Hausbesitzer fanden dieses Kunst-Denkmal nicht lustig und haben versucht das über Rechtsanwälte und Gerichte – zum Glück erfolglos – zu verhindern. Dadurch verzögerte sich aber nun der Bau, weil der rote Belag nur bei höheren Temperaturen als im Winter üblich sind, aufgebracht werden kann. Hoffen wir also auf den Frühling!

10 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

  1. Margret Jung sagt:

    Im Elbe Wochenblatt 08.01. 2022 stellt sich Magdalena Zivkovic für den Bezirk Hamburg Mitte für ZUFUßGEHENDE vor.
    Kann sie für die Entfernung oder geordnetes Abstellen der E-Roller und nicht irgendwo auf den Fußwegen sorgen.
    In St. Pauli/Neustadt/Altstadt ist das eine größere Gefahr als der Autoverkehr .

  2. Sfera sagt:

    Leider werden weitere E-Ladesäulen in Wohnstraßen installiert. Damit holt man den Autoverkehr unnötig in Wohngebiete. Besser wäre es, das bestehende Tankstellennetzt zu nutzen – das hat jahrzehntelang für das Betanken ausgereicht.
    Außerdem rüsten Supermärkte auf ihren Parkfächen mit E-Tankstellen auf. Sogar mit deutlich schnelleren Ladesäuen, als die von der Stadt angeschafften und eigentlich technisch überholten Säulen. Noch ein Grund, die Säulen NICHT in Wohnstraßen zu montieren.

  3. Claudia Wiebe sagt:

    Wenn man die Mietshausdächer mit Solarpaneln ausrüsten würde, könnte man den Strom für die Ladesäulen generieren und die Leute könnten ihre E-Autos einfach wie bisher parken. Sie verursachen dann ja keinen Feinstaub, Dreck und Lärm mehr. Der Reststrom geht in die Treppenhausbeleuchtungen. Sollte der nicht ausreichen wegen der Hamburgr Wetterlage könnte man Strom aus dem Netz zuführen.

  4. Klaus-Peter Adamczik sagt:

    Der Hauptbahnhof wird durch die geplanten U-Bahnlinien weitere Zunahme an Personen zur Folge heben,
    Auch der Neubau an der Südseite wird keine Entlastung bringen, da der grundsätzliche Fehler der Hamburger Verkehrspolitik seit Jahrzehnten alle Verkehre durch die City zu führen damit eher eine Zunahme zur Folge haben wird.
    Alternativen werden abgebügelt, z.B. die Fortführung der S-Bahn von Neugraben nach Altona über Finkenwerder mit Anschluß des Airbuswerkes würde die Verbindung über die Elbbrücken entlasten.
    Ebenso würde die unsinnige U5 durch eine Stadtbahn
    a) viel früh realisiert werden können,
    b) würde erheblich an CO2-Einsparen durch die Unsummen an Beton, die verbaut werden,
    c) die erforderlichen Bauzeit von ca. 20 Jahren,
    d) mehrere Milliarden Kosten.
    Alles nur Nachteile,
    Ich hoffe, daß die finanzielle schwierige Lage Hamburgs durch die Coronakosten dazu führen wird, die Planung nochmals zu überdenken und aufzugeben

  5. farid sagt:

    Lieber Klaus-Peter,

    ich weiß ja um Deine Meinung zur Stadtbahn, nur Du weißt auch, dass wir Grüne für diese keine Mehrheit in der Stadt in all den letzten 20 Jahren bekommen haben. Vielleicht war unsere Kommunikation dazu auch nicht passend, oder uns kam insgesamt noch nicht ausreichend Vertrauen bei solchen Infrastrukturfragen entgegen. Jedenfalls hatten wir in den rot-grünen Koalitionsverhandlungen mit etwas über 12% zur Kenntnis zu nehmen, dass eine 45% SPD mit Scholz das nun absolut nicht wollte.
    Damals waren dann schon seit 1997 (wo wir das erste Mal die Stadtbahn im Koalitionsvertrag verankerten und die Bauplanung erst 2001 fertig war, als Rot-Grün abgewählt wurde) über 15 Jahre vergangen, und irgendwann muss so ein Streit über eine überfällige Infrastrukturinvestition in ein schienengebundenes ÖPNV-System auch mal beigelegt werden. Jedenfalls haben wir Grüne auch grundsätzlich keine Probleme mit einem U-Bahnbau. Jetzt wird seit 2015 geplant, und in diesem Jahr wird der erste Abschnitt von Steilshop bis in die City-Nord angefangen zu bauen.
    Mir dauert das an sich auch alles zu lange, aber eine U-Bahn mitten durch eine fertige Stadt zu bauen, ist eben kompliziert und der Preis dafür, dass Hamburg so lange nicht mehr den U-Bahnbau vorangetrieben hat. Mit Ausnahme der U4 in die Hafencity und nun auch noch auf der anderen Seite in die Horner Geest. Das jetzt Kritiker kommen und sagen, der ganze Beton, der da verbaut wird, ist mit den angenommenen CO2-Einsparungen nicht zu kompensieren, mag auch einen Punkt haben. Nur, in diesem Fall müssen, wie auch bei übrigen Bauten, halt zukünftig CO2-sparsame Betonmischungen mehr berücksichtigt werden. Jedenfalls wäre es jetzt Wahnsinn, all die U5-Planungen in die Tonne zu schmeißen. Und nochmal neu mit der Stadtbahn zu beginnen, was wiederum mindestens 4 Jahre Planzeit bedeutet. Abgesehen davon, dass die Hamburger SPD diesen Weg nicht mitgehen würde. Bleibt das Fazit jedenfalls für mich, wir müssen als Grüne darauf dringen, dass der U-Bahnbau CO2 reduzierter vor sich gehen muss und gerne auch schneller, am besten von zwei Seiten her.

  6. farid sagt:

    Liebe Claudia Wiebe,

    wir Grüne haben im Hamburger Klimaplan durchgesetzt, dass ab diesem Jahr Solardächer bei Neubauten verbindlich sind. Bei Bestandsbauten gilt eine Prüfungspflicht, wenn das Dach saniert werden muss. Die SAGA/GWG als stadteigenes Wohnungsunternehmen hat im Herbst in der Hafencity vor der Solardachverpflichtung eine Mieterstromanlage installiert: https://www.saga.hamburg/unternehmensgruppe/sagaerleben/Baakenhafen
    ähnlich, wie Du es beschrieben hast. Ich bin gespannt, wie das ausgeht und hoffe, auf dann viele neue solcher Mieterstromanlagen gebaut werden können. In Horn ist im Herbst letzten Jahres das erste Solardach auf einer Bestandsschule errichtet worden: https://www.farid-mueller.de/2021/11/hamburg-mitte-in-fotos-oktober-2021/

    Bleibe jedenfalls am Ball und freue mich immer auf Hinweise von Dir und anderen Interessierten!

    Herzliche Grüße
    Farid Müller

  7. farid sagt:

    Ein guter Hinweis, dem ich nachgehen werde. Tatsächlich kenne ich kein Konzept, wann, wie und wo diese E-Ladesäulen vor Ort installiert werden. Melde mich, sowie ich etwas vorliegen habe.
    Herzliche Grüße
    Farid Müller

  8. farid sagt:

    Liebe Magret Jung,

    die Sache mit den E-Scoutern und Rollern beschäftigt die Stadtpolitik schon länger. Der alte Verkehrsminister Scheuer hat diese Regelung so auf den Weg gebracht, dass die Länder und Kommunen nur sehr wenig Spielraum der Einschränkung haben. Er wollte diese Dinger sich mal entwickeln lassen. Grundsätzlich ist gegen neue Transprtmittel nichts zu sagen, nur macht es eben im Regelungsdschungel zwischen Bund und Länder keinen Sinn, die Städte mit der praktischen Ausgestaltung alleine zu lassen…

    Im letzten Jahr hat unser Grüner Verkehrssenator aber schon mal einen pragmatischen Weg gefunden, mit den Betreibern und den Bezirksverwaltungen in Altona und Mitte zwei Modellprojekte für ein geordnetes Parken dieser Roller auf den Weg zu bringen. Habe darüber auch in meiner Rathauspost berichtet:https://www.farid-mueller.de/2021/04/endlich-feste-abstellflaechen-fuer-e-roller/

    Darüber hinaus haben wir Bürgerschaftsabgeordnete von Grün und SPD den Senat aufgefordert sich entsprechend für mehr Regelung dieser Roller und Scouter auch auf Bundesebene einzusetzen: https://www.buergerschaft-hh.de/parldok/dokument/77075/mehr_kommunale_steuerungsmoeglichkeiten_gegenueber_e_scooter_anbietern.pdf

    Der neuen Fußgängerbeauftragten des Bezirks Mitte kann ich nur raten, neue sinnvolle Parkflächen für die Roller zu finden und dem Bezirksamt vorzuschlagen. Vielleicht schaffen wir da noch mehr Flächen, als die zwei, die es bisher gibt. Und natürlich hoffe ich, dass wir in den Städten von der neuen Bundesregierung mehr Mittel zur Regulierung dieser Roller bekommen.

    Herzliche Grüße
    Farid Müller

  9. Kl.P Adamczik sagt:

    hallo Farid,
    die SPD hat schon einmal den Bau der Vorläufer der U5 in den 80.- Jahren gestoppt bzw. abgeblasen, weshalb? wg. der Finanzlage nach der Ölkrise!!!!! unter Bürgermeister Klose,
    heute haben wir 2 Krisen zu bewältigen, einen Kassensturz solltet ihr anstoßen und mit diesem Argument. wieder in die Forderung gehen, im Abendblatt hat der Finanzsenator die prekäre Lage der Hamburger Finanzen bestätigt und die wird im Laufe des Jahres nicht besser. Zu hoffen mit einem Bundeskanzler Scholz mehr Geld vom Bund ziehen zu können, ist illusorisch, da auch ein Herr Lindner ein Auge auf unsinnige Forderungen haben wird, Macht doch den Rücken mal grade und scheut nicht die Auseinandersetzung mit der SPD und laßt euch nicht wie bei der U4 in Horn über den Tisch ziehen!!
    Zu den Solardächern: ich habe seit 14 Jahren eine fotovoltaikanlage auf dem Dach, in unserer Siedlung haben alle Gebäude Südlage, ideale Voraussetzung, aber von 50 Gebäuden haben für 4 sowohl Fotosolaranlagen und 3 Kollektoren, Warum? Es fehlen staatliche Anreize und Förderungen, das Gegenteil ist der Fall: ich muß die Einspeisevergütung versteuern und noch Krankenkassenbeiträge dafür zahlen, weder Hamburg noch der Bund mit SPD-Beteiligung haben die Maßnahme gefördert. Selbst die stadteigenen Gebäude haben keine Anlagen, die könnten ja mit gutem Beispiel vorangehen!!!!
    Gruß Klaus-Peter

  10. Suzanne Braun sagt:

    zu E-Ladesäulen in Wohnquartieren:
    Meines Wissens nach gibt es einen Rahmenvertrag zwischen dem Senat und der Hochbahn AG zu sogenannten dezentralen Switch-Punkten in den Quartieren. Der Ausbau im Bezirk Nord ist seit 2018 im Gange.

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