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Toilettenoffensive: St. Pauli und St. Georg profitieren

Im Februar hat der Senat 8,52 Mio. Euro für öffentliche Toiletten an vielfrequentierten Orten und Grünanlagen beschlossen. Besonders Hamburg-Mitte profitiert von diesem Aufbauprogramm.

Schon in den letzten Jahren hat die Stadtreinigung Hamburg ihre neuen selbstreinigenden Toiletten an vielen Orten der Stadt aufgestellt. Auch in St. Georg wurden diese Toiletten in verschiedenen Varianten gesehen, am U-und S-Bahnhof Berliner Tor und beim Hansaplatz an der Strahlsunder Straße.

Pissoir Hansaplatz

Gerade am Hansaplatz gab es jahrelangen Bemühungen der Bürgerinnen und Bürger endlich neben einem Pissior auch eine richtige Toilette zubekommen, erst vor ein paar Jahren wurde diesen stattgegeben. Nun soll auch in diesem Jahr noch das Pissoir durch eine – so die Stadtreinigung – genderneutrale niedrigschwellige Toilette im Maßstab der Toilette Strahlsunder Straße erfolgen.

Auf St. Pauli am Millerntorplatz soll ebenfalls das Pissoir durch eine kostenlose genderneutrale Toilette mit Reifenfüllstation, E-Bike-Ladestation und Monitor entstehen. Gerade an diesem Ort wird genau diese Verbesserung gebraucht, gerade im Sommer wird dies zu weniger „freien“ Urinalen führen…

Pissoir Millerntorplatz

Auch in Hamburgs Vorzeigepark „Planten un Blomen“ und am Domplatz sollen sogenannte Kiosk-WC-Anlagen mit barrierefreier Automatiktoilette in Kombination mit einer niedrigschwelligen Toilette gebaut werden. Die Toilettenanlage im Tropengarten von „Planten un Blomen“ soll saniert  und dabei din-gerecht barrierefrei werden.

Ältere Post zum Thema:

Endlich: Hansaplatz-Toilette kommt jetzt kostenfrei

Eröffnung der Toilette Hansaplatz

3 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

  1. Jana sagt:

    Die Toilettenanlage an der Reeperbahn (beim Penny-Markt) kann man ernsthaft gar nicht benutzen und auch nicht dafür empfehlen: sie ist oft bis zu einem halben Meter zugemüllt. Möglicherweise wäre es hilfreich, wenn die Kabinen nicht komplett kostenlos wären?
    Auch die sogenannte „genderneutrale“ Anlage ist nicht unbedingt ein Sauberkeitsvorteil: Normalerweise sind die Frauentoiletten deutlich ordetnlicher, als die Männertoiletten.

    Übrigens hat die „ZEIT“ schon 2019 berichtet, dass sich „deutlich weniger Menschen als bisher angenommen in Deutschland weder als Mann noch als Frau definieren“. Es handelt sich lediglich um einige hundert Personen hierzulande.
    Die Wochenzeitung beruft sich auf eine eigene Umfrage bei den Standesämtern der elf größten deutschen Städte. Diese habe ergeben, dass bislang lediglich 20 Personen (!) bean­tragt haben, ihren Geschlechtseintrag auf „divers“ ändern zu lassen (Stand Mitte April 2019).

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